Regenbogenfamilien ziehen vor Gericht

Regenbogenfamilien und ihre Kinder werden in Deutschland noch immer diskriminiert.

Der Gesetzgeber hat bei der "Ehe für alle" die notwendigen Anpassungen im Abstammungsrecht nicht vorgenommen. Das betrifft alle Familien, in denen der zweite Elternteil nicht männlich ist, egal, ob das eine Frau oder eine Person mit dem Geschlechtseintrag "divers" ist. Bei Familien mit zwei Müttern zum Beispiel wird nur die leibliche Mutter bei der Geburt des gemeinsamen Kindes auch rechtlich als Elternteil anerkannt. Diese Rechtslage diskriminiert Kinder und Eltern.

Eine Gruppe mutiger Zwei-Mütter Paare will dies nicht mehr hinnehmen und zieht nun vor Gericht.

Doch die Gerichts- und Prozesskosten für diesen Weg durch mehrere Instanzen sind hoch und müssen von den Paaren alleine getragen werden. Deshalb brauchen sie unsere Unterstützung.

Spende jetzt, um diesen Familien zu helfen und ihnen den Weg bis zum Bundesverfassungsgericht zu ebnen.

Gib Deine persönlichen Daten ein:
Eingabe Deiner Kreditkartendaten:

Möchtest du wissen, ob wir unser Spendenziel erreichen?

Aufgrund neuer Regelungen können wir dir nur dann Bescheid geben, ob wir es schaffen, wenn du dich für unsere E-Mails anmeldest.

Also: Dürfen wir dir E-Mails zu dieser und anderen vordringlichen Kampagnen für LGBT*-Rechte senden?

Bist du sicher? Wenn du "Ja" anklickst, werden wir dich wissen lassen, wie deine Spende für Regenbogenfamilien genutzt wird. Du kannst dich jederzeit abmelden. Wenn du "Nein" anklickst, werden wir dich nicht in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen. Wir werden deine Daten allerdings für die Bearbeitung der Spende speichern.

Anders als bei heterosexuellen Paaren wird bis heute bei Familien mit zwei Müttern oder bei denen der zweite Elternteil einen divers-Eintrag hat nur die Person, die das Kind zur Welt bringt auch als rechtlicher Elternteil anerkannt. Bei einem lesbischen Paar muss also die zweite Mutter das leibliche Kind ihrer Partnerin als Stiefkind adoptieren und dafür gegenüber den Ämtern ihre Eignung als Mutter nachweisen. Diese Überprüfung dauert Monate bis Jahre und ist für diese Familien entwürdigend, belastend und diskriminierend.

Der Grund liegt im veralteten Abstammungsrecht. Mit der Öffnung der Ehe im Jahr 2017 war bei vielen Regenbogenfamilien die Erwartung verbunden, dass nun auch eine vollständige rechtliche Gleichstellung gegeben wäre. Aber: Der Gesetzgeber hat die Chance vertan, die notwendigen Anpassungen im Abstammungsrecht vorzunehmen. Immer wieder werden Änderungen versprochen. Alle Reformentwürfe sind jedoch bisher in den Schubladen der Bundesregierung versauert. Aktuelle politische Vorschläge ignorieren zudem, dass die aktuelle Rechtslage nicht nur Frauen, sondern natürlich auch Menschen ohne Geschlechtseinträge oder mit einem divers-Eintrag betrifft.

Eine Gruppe von mutigen Müttern hat sich jetzt entschlossen, gerichtlich gegen die bestehende Diskriminierung ihrer Familien vorzugehen.

Mit der Hilfe der GFF- Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. und der Rechtsanwältin Lucy Chebout fordern sie mit der Initiative #Nodoption den Gesetzgeber heraus, das verstaubte Abstammungsrecht endlich der Zeit anzupassen. Mithilfe dieser strategischen Prozessführung wollen sie eine Grundsatzentscheidung bewirken, die vielen Regenbogenfamilien überall in Deutschland helfen wird.

Strategische Prozessführung ist jedoch ein langwieriges und kostspieliges Verfahren.

Mit deiner Spende kannst du den Familien den Rücken stärken und ihnen helfen, der Diskriminierung ein Ende zu setzen.

Diese Kampagne wird zusammen mit der GFF- Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. durchgeführt und unterstützt vom Lesben- und Schwulenverband e.V. (LSVD).

Veröffentlicht am 28. September 2020

Dies ist eine Kampagne des All Out Action Fund, eine gemeinnützige Organisation vom Typ 501(c)(4). Spenden über diese Seite sind NICHT steuerlich absetzbar. Sollten wir einmal nicht in der Lage sein, deine Spende für den ursprünglich vorgesehenen Zweck einzusetzen, verwenden wir sie gemäß unseren Richtlinien für andere Kampagnen von All Out oder für Betriebskosten, die unsere Arbeit am Laufen halten.