An Gesundheitsminister Jens Spahn

Mitten in Deutschland reden selbsternannte "Homoheiler" jungen lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen (LGBT*) ein sie seien krank und versuchen sie "umzupolen".

Dabei ist seit Jahren erwiesen: "Konversions- bzw. Reparativtherapien" können für die "Behandelten" eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen und bei jungen Menschen zu Depression, Angstzuständen und Suizidgedanken führen.

Wir fordern Sie auf: Schützen Sie junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* vor diesen gefährlichen Praktiken und verbieten Sie "Konversionstherapien" in Deutschland.

Möchtest Du wissen, ob wir diese Kampagne gewinnen?

Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben dürfen wir Dir nur mitteilen, ob wir diese Kampagne gewinnen, wenn Du Dich für den Erhalt unserer E-Mails registrierst.

Also: Dürfen wir Dir E-Mails zu dieser und anderen vordringlichen Kampagnen für LGBT*-Rechte senden?

Bist Du Dir sicher? Wenn Du Dich für „Nein“ entscheidest, erhältst Du von uns keinerlei Updates zu der von Dir unterschriebenen Petition. Entscheidest Du Dich für „Ja“, werden wir Dich zu dieser und anderen vordringlichen Kampagnen weiter auf dem Laufenden halten. Du kannst Dich jederzeit abmelden. Wählst Du „Nein“, werden wir Dich nicht mehr kontaktieren.

Aktuelle Meldung vom 04. November 2019: Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn legt einen Gesetzentwurf zum Verbot von sogenannten Konversionstherapien vor, der noch bis zum Ende des Jahres in Kabinett zur Abstimmung soll.

Das Verbot soll für Menschen unter 18 Jahre generell gelten, bzw. bei all jenen untersagt werden, die bei ihrer Entscheidung über eine Behandlung einem "Willensmangel" unterliegen - also durch Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohung beeinflusst sind.

Der Entwurf wird jedoch von verschiedenen Seiten auf Grund der Ausnahmeregelung für 16-18 jährige kritisiert, bei denen das Verbot nicht gelten soll, wenn Behandelnde nachweisen, dass Behandelte über die notwendige Einsichtsfähigkeit in Bedeutung und Tragweite der Behandlung verfügen.

Der Referentenentwurf umfasst ebenfalls das Verbot von öffentlicher Werbung und Vermittlung für sogenannte Konversionstherapien vor, sowie Strafen in Höhe von bis zu 30.0000 EUR bei Verstößen bzw. bis zu 1 Jahr Haftstrafe für die Durchführung einer solchen sogenannten Behandlung an Minderjährigen.

Zudem soll ein mehrsprachiger Beratungsdienst für Menschen eingerichtet werden, an denen sogenannte Konversionstherapien durchgeführt wurden bzw. Menschen die mit LGBT-Personen arbeiten.

Foto: Change.org

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Aktuelle Meldung vom 10. April 2019: Es geht voran! Nur einen Tag nachdem wir über 110.000 Unterschriften für ein Ende der "Konversionsverfahren" im Bundesgesundheitsministerium übergeben haben, kündigte Jens Spahn an, dass er eine Kommission ins Leben ruft, um an einem Verbot zu arbeiten!

Wir werden als Mitglied des Bündnisses #HomoBrauchtKeineHeilung gemeinsam mit unseren Partnern Aktionsbündnis gegen Homophobie, ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH, Lucas Hawrylak, Change.org und Travestie für Deutschland am Ball bleiben, um sicherzustellen, dass diese gefährlichen Praktiken ein für alle mal verboten werden.

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Aktuelle Meldung vom 22. Februar 2019: Es gibt wichtige Neuigkeiten: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat öffentlich ein Verbot von "Konversionsverfahren" in Deutschland gefordert! Bislang hatte er geschwiegen, oder Umsetzbarkeit eines Verbotes bezweifelt. Im Interview mit der taz sagte er nun: "Homosexualität ist keine Krankheit und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig. Deswegen bin ich für ein Verbot der Konversionstherapie." Auch Justizministerin Katarina Barley (SPD) hatte sich ähnlich geäußert. Sie sei mit Spahn im Kontakt, um zu prüfen, wie eine Regelung aussehen könne.

Diesen Worten müssen nun Taten folgen. Wir bleiben am Ball und zählen auf eure Unterstützung. Damit der Druck nicht nachlässt, planen wir derzeit eine Übergabe der Unterschriften und bitten euch daher weiterhin zu unterschreiben und die Petition zu teilen.

Am 18. Februar haben wir außerdem gemeinsam mit einer Reihe von Aktivist*innen in Berlin die Filmpreview des neuen Films "Der Verlorene Sohn" mit anschließender  Podiumsdiskussion zum Thema "Konversionsverfahren" veranstaltet. 

Teilnehmer*innen der Veranstaltung zu "Der verlorene Sohn", Foto: Annett Audehm.

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Mitten in Deutschland versuchen selbsternannte “Homoheiler” junge LGBT* "umzupolen".

Wie Medien kürzlich berichteten bot der Verein "Gesellschaft für Lebensorientierung" (Leo e.V.) erneut ein regelmäßig stattfindendes Seminar zur Behandlung von "innerseelischen Störungen" an. In den in den Medien veröffentlichten Seminarunterlagen wird Homo- und Transexualität als “Störung” eingestuft und auf eine Stufe mit Pädophilie gestellt.

Doch Leo ist nur die Spitze des Eisbergs: Organisationen wie die "Offensive Junger Christen" und "Wüstenstrom" unterstützen die sogenannten "Konversions- bzw. Reparativtherapien" seit Jahren.

Und eine Reihe von Ärzten setzt die Theorien mit dubiosen Ansätzen in die Praxis um und redet gesunden jungen Menschen ein, sie seien krank.

Gesundheitsminister Spahn ist selbst offen schwul - und er hat die Macht, diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

Aktuelle Berichte über Leo haben das Thema erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Wenn sich Tausende von uns zusammentun, können wir Minister Spahn dazu bewegen, den selbsternannten "Homoheilern" ein für alle Mal Einhalt zu gebieten.

Unterzeichne jetzt und fordere ein Ende der "Konversionstherapien" in Deutschland.

Diese Kampagne wird mit dem Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. und ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! durchgeführt. 

Veröffentlicht am 9. Mai 2018

Dies ist eine Kampagne des All Out Action Fund, eine gemeinnützige Organisation vom Typ 501(c)(4).