An: Den obersten Gerichtshof Brasiliens

Bald werden Sie darüber entscheiden müssen, ob der Kongress ein Gesetz zum Schutz brasilianischer LGBT* vor Diskriminierung verabschieden muss und ob sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in das bestehende Verbot von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Ethnie, Nationalität und Religion aufzunehmen sind.

Wir fordern Sie zur Solidarität mit den brasilianischen LGBT* auf, die Sie bereits mehrmals gezeigt haben. Schützen Sie sie vor Hass und Gewalt.

Aktuelle Meldung vom 13. Juni 2019: WIR HABEN GEWONNEN! Das Verfahren wurde heute beendet und mit einer Mehrheit der Stimmen hat der Oberste Gerichtshof entschieden, dass LGBT*-Personen mit rechtlichen Mitteln vor Diskriminierung geschützt werden müssen. Das Gericht entschied, dass der brasilianische Kongress ein neues Gesetz verabschieden muss (oder ein bestehendes anpassen), um den Schutz von LGBT*-Personen zu garantieren. Bis das passiert, werden LGBT*-Personen durch dasselbe Gesetz geschützt, das Brasilianer*innen vor Rassismus, religiöse Intoleranz und Fremdenhass schützt.

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Aktuelle Meldung vom 23. Mai 2019: Große Neuigkeiten: der Oberste Gerichtshof hat heute die Mehrheitsentscheidung getroffen, Diskriminierung von LGBT*-Personen in Brasilien eine Straftat zu machen. Der Fall ist noch nicht vorbei, aber es gibt bereits eine Mehrheit. Das Verfahren wird am 13. Juni fortgesetzt - und wir werden dabei sein!

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Aktuelle Meldung vom 16. April 2019 – Der oberste Gerichtshof hat ein Datum für die Abstimmung festgesetzt, den 23. Mai 2019. Lasst uns versuchen bis dann eine Million Unterschriften zu erreichen!

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Aktuelle Meldung vom 21. Februar 2019 – Nach viertägigen Besprechungen (und vier Stimmen für das Verbot der Diskriminierung!) hat der oberste Gerichtshof beschlossen, das Verfahren zu pausieren und erst am 23. Mai wieder aufzunehmen.

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Aktuelle Meldung vom 14. November 2018 – Der oberste Gerichtshof Brasiliens hat die für heute angesetzte Anhörung darüber, ob die Diskriminierung von LGBT* strafbar sein soll, verschoben. Ein neues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben.

Wir haben gestern über 210 000 Unterschriften mit der Forderung brasilianische LGBT* zu schützen an das Gericht übergeben. Wir werden die Situation in Brasilien weiterhin beobachten und das oberste Gericht dazu drängen, so bald wie möglich einen neuen Termin für die Anhörung anzusetzen.

Ana und Leandro von All Out in Brasilien vor dem obersten Gerichtshof Brasiliens.
Die Botschaft auf dem Schild lautet übersetzt aus dem Portugiesischen: "212 217 Menschen sagen nein zur Diskriminierung von LGBT*".

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Vor kurzem hat Brasilien Jair Bolsonaro zum nächsten Präsidenten gewählt. Dies ist der Mann, der einmal sagte, er "hätte lieber einen toten Sohn, als einen schwulen."

Während der Wahlen fühlten sich Bolsonaros Unterstützer*innen durch den Hass und die gesellschaftliche Spaltung, die seine Kampagne gefördert hat, gestärkt. Die Gewalt gegen LGBT* und andere Minderheiten ist im ganzen Land eskaliert.

Zwei Frauen wurden ermordet, eine zusammengeschlagen, nur weil sie trans* waren. Ein Mann wurde in seiner Wohnung ermordet, weil er schwul war. Viele andere wurden von Bolsonaro-Unterstützer*innen verbal und körperlich angegriffen.

Vor Bolsonaros Amtsantritt im Januar gibt es die große Chance, es dem Hass wesentlich schwerer zu machen, LGBT* zu schaden.

Am 14. November wird das oberste Gericht Brasiliens entscheiden, ob die Diskriminierung von LGBT* strafbar sein soll. All Out mobilisiert Menschen auch über Brasiliens Grenzen hinaus, um dem obersten Gericht zu beweisen, dass die gesamte Welt von ihm erwartet, das Richtige zu tun.

Bitte unterschreibe und fordere das oberste Gericht auf, Brasiliens LGBT* zu schützen!

Diese Kampagne wird gemeinsam mit ABGLTGADVS und Beta geführt.

Veröffentlicht am 2. November 2018

Dies ist eine Kampagne des All Out Action Fund, eine gemeinnützige Organisation vom Typ 501(c)(4).